Lösung: Laptop mit Arch Linux an einer Dockingstation schaltet sich nach dem Start in den Sleep Modus

Gegenwärtig gibt es bei einer Reihe von Laptop-Modellen Probleme, wenn sie an einer Docking-Station angeschlossen sind und mit Arch Linux laufen:

Das System bootet bei geschlossenem Display in gewohnter Weise, verabschiedet sich aber unmittelbar vor dem Start des grafischen Logins in den Sleep Modus. Das Problem tritt nicht auf, wenn das Display des Laptops geöffnet ist.

Verantwortlich ist ein Update des Daemons systemd. Um das ursprüngliche Verhalten wiederherzustellen (d. h. die grafischer Oberfläche überhaupt zum Laufen zu bringen), muss die “/etc/systemd/logind.conf” mit Root-Rechten geöffnet werden:

$ sudo nano /etc/systemd/logind.conf

In der sich öffnenden Datei ist in der gelb hinterlegten Zeile bei “HandleLidSwitch” suspend durch ignore zu ersetzen:

Änderungen an der /etc/systemd/logind.conf

HandleLidSwitch=ignore

Wichtig: Die Raute vor der Zeile muss gelöscht werden!

Nach einem Neustart des Systems ist der grafische Login wieder möglich.

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Überflug über verlassene Ortschaften am Rande des Braunkohletagebaus „Garzweiler II“

Mit einem Quadrokopter ist der Youtube-Nutzer Willi Rohmen über zwei Ortschaften geflogen, die es in naher Zukunft nicht mehr geben wird: Immerath und Pesch bei Erkelenz in Nordrhein-Westfalen. Entstanden sind großartige Aufnahmen mit unbekannten Einblicken.

Immerath und Pesch liegen im Norden des Rheinischen Braunkohlereviers. Sie müssen den Braunkohlebaggern weichen, die sich im Tagebau Garzweiler II immer weiter Richtung Osten durch die Landschaft fressen. 22 Ortschaften werden der Preis für die Gewinnung von 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle sein. 13 Dörfer sind bereits abgebaggert.

In Pesch stehen nur noch wenige Häuser. Die einstige Durchfahrtsstraße endet an der Abbaukante des Tagebaus. Die Vorhut des Baggers sind die Motorsägen, die ringsum die Wälder roden. Zurück bleibt eine gespenstische Mondlandschaft, über der eine eigenartige Stille liegt:

Weit über die Grenzen von Immerath hinaus bekannt ist der „Immerather Dom“, keine Kathedralkirche im eigentlichen Sinn, aber ein sehenswertes Gotteshaus, das sich majestätisch über den sterbenden Ort erhebt. Die Kirche hat traurige Berühmtheit erlangt, als sie im Oktober 2013 profaniert (entweiht) – wurde. Inzwischen sind auch die Glocken aus dem Turm geholt:

Eine Sehenswürdigkeit in Immerath ist (noch) die alte Mühle aus dem 17. Jahrhundert. Ob sie im Umsiedlungsort „Immerath (neu)“ eine Heimat finden kann, ist derzeit noch ungewiss.

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Wenn ein Dorf verschwindet, verschwinden auch die Wege dorthin

Wegweiser zum Dorf Pesch in der Ortsmitte von Immerath (alt) – 2006 bis 2009 für den Tagebau Garzweiler umgesiedelt, vollständige Niederlegung im Jahr 2014.

Immerath (alt) Ortsmitte, 20. April 2013

April 2013

Immerath (alt) Ortsmitte, 3. Dezember 2013

Dezember 2013

Eindrücke von den Resten des Dorfes vermitteln meine Bilder auf Flickr.

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Geodaten aus Fotodateien auslesen

Fotos, die mit modernen Smartphones geschossen werden, haben eine praktische Eigenschaft: Die Bilddateien enthalten Informationen darüber, wo genau die Aufnahmen entstanden sind.

Als zuverlässiges Tool hat sich das auf Java basierende Programm Geotag bewährt. Es liest die GPS-Daten der Bilder aus und zeigt neben Längen- und Breitengraden auch die Höhenmeter des Aufnahmeortes an. Auf Wunsch ermittelt das Programm aus den Koordinaten den zugehörigen Ortsnamen. Die Differenz zur GPS-Zeit wird automatisch berücksichtigt.

Geotag-Beispielliste

Der Standort lässt sich auf einer Google-Maps-Karte darstellen, bei Bedarf wird sogar die Blickrichtung visualisiert:

Google Maps mit Blickrichtung

Die Software ist Open Source und kann kostenfrei heruntergeladen oder per Java Web Start ausgeführt werden. Nutzer von Archlinux finden das Paket im AUR. Als Einstieg ist der Artikel auf Ubuntuusers.de lesenswert.

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Elektronischer liturgischer Kalender um das Kirchenjahr 2013/2014 ergänzt

2013-11-liturgischer-kalenderDer elektronische liturgische Kalender (Direktorium für den Google-Kalender) ist um die Einträge für das Kirchenjahr 2013/2014 ergänzt worden.

Mit dem liturgischen Kalender können die kirchlichen Gedenk- und Festtage in den eigenen elektronischen Kalender eingebunden werden. Die Angaben werden als ganztägige Ereignisse dargestellt. Zusätzlich wird an Sonntagen die jeweilige Woche für die Stundenliturgie aufgeführt.

Informationen unter www.thschoen.de.

Der Kalender enthält die Eigenfeste des Bistum Limburg. Für die (Erz-)Bistümer der Kirchenprovinz Hamburg sei auf das Projekt von Peter Winkeljohann verwiesen.

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Arch Linux, Truecrypt und NTFS

Eine mit Truecrypt verschlüsselte externe Platte (NTFS, wie sich später herausstellte) war an einen Rechner mit Arch Linux angeklemmt. Mounten ließ sich das Volumen anstandslos, alle Dateien waren auch zu lesen. Die Aufforderung, einen Ordner zu erstellen, quittierte das System jedoch mit der Meldung: „Fehler beim Erstellen des Ordners: Die Operation ist nicht erlaubt.“ Sämtliche Schreibzugriffe schlugen fehl.

Die im englischen Wiki-Artikel (Stand: 2013-10-17) beschriebenen Hinweise zu den automatisch zu ladenden Modulen (truecrypt bzw. fuse bzw. loop) waren alle berücksichtigt. Die Vergabe der Rechte – denn was lag näher, als das Problem dort zu verorten – schien ebenfalls zu stimmen.

Die Lösung fand sich in einem älteren Foreneintrag: NTFS-3G.

sudo pacman -S ntfs-3g

Memento The Arch Way.

 

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Descartes booking a flight ticket

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 Quelle: Geekandpoke;
Lizenz: CC, Attribution 3.0 Unported

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Gibt es in der katholischen Kirche noch den Ritus der „Aussegnung“?

Die „Aussegnung“, also die Segnung einer Mutter nach der Geburt eines Kindes, wurde in der katholischen Kirche bis ins vergangene Jahrhundert hinein regional sehr unterschiedlich begangen. Heutzutage wird sie nicht mehr vorgenommen, sondern ist in die Liturgie der Taufe integriert.

Der Ritus geht zurück auf das alttestamentliche Buch Levitikus (3. Buch Mose). Nach der Geburt eines Kindes durfte die Frau „nichts Geweihtes berühren und nicht zum Heiligtum kommen, bis die Zeit ihrer Reinigung vorüber“ war (Lev 12,4). Die Zeitspanne betrug nach der Geburt eines Sohnes 40 Tage, nach der Geburt einer Tochter 80 Tage. Das volkstümlich noch als „Mariä Reinigung“ bzw. „Mariä Lichtmess“ bezeichnete Fest „Darstellung des Herrn“ (2. Februar, also 40 Tage nach Weihnachten) hat von dorther seinen Namen.

In der Kirche bildeten sich verschiedene Formen der Aussegnung heraus. Ab dem Mittelalter war dieser Ritus vielerorts üblich. Der Gedanke einer kultischen Unreinheit der Frau mag hier und dort noch eine Rolle gespielt haben, aber bereits Papst Gregor der Große (gestorben 604) betonte, dass eine Frau nicht zu verurteilen sei, wenn sie nach der Geburt Gott danke und die Kommunion empfange; den eigentlichen Kern der Aussegnung bildeten fortan der Lobpreis und der Dank an Gott für das neu geschenkte Leben.

Auch heute noch kennt die katholische Kirche einen besonderen Segen für Mütter. Er wird allerdings nicht mehr „Aussegnung“ genannt, sondern ist in die Liturgie der Taufe integriert: Am Ende der Feier wird die Mutter gesegnet, ebenso der Vater, die Taufpaten sowie alle Anwesenden. Einen Segen, der lediglich über die Mutter gespendet wird, gibt es nur noch für den seltenen Fall, dass sie an der Taufe ihres Kindes nicht teilnehmen kann.

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Das Limburger Domgeläut – ein Blick in den Südturm

Zwei relativ neue Youtube-Videos zeigen, was die Limburger sonst nur hören, nicht aber sehen können: die Glocken des Hohen Domes. Nutzer „GlockenHZ“ hat, unterstützt von einem fachkundigen Glockenexperten, zwei schöne Innenaufnahmen aus der Glockenstube gemacht.

Neun Glocken beherbergen die beiden Türme. Sieben der Glocken bilden das Hauptgeläut und hängen im Südturm, zwei weitere Glocken aus dem 13. bzw. 15. Jahrhundert sind im Nordturm untergebracht. Das Vollgeläut erklang außer der Reihe zuletzt aus Anlass des Amtsverzichtes von Papst Benedikt XVI. im Februar 2013. Einen Mitschnitt dazu mit weiteren Erläuterungen gibt es auf diesem Blog.

Teilgeläut (1, 2, 5–7):

Georgslocke (1):

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