Die „Acta Sanctae Sedis“ (ASS) und die „Acta Apostolicae Sedis“ (AAS) stehen ab heute als pdf-Dokumente auf der Website des Vatikan zum Download bereit.
Das Presseamt des Heiligen Stuhls vermeldet dazu:
„Important texts that until now have only been available in hard copy in libraries are now accessible at the Official Site of the Holy See www.vatican.va, in the ‘Resource Library’ section. [...] These texts represent a documentary resource of inestimable value that is now at the disposal of scholars and all interested persons, free of charge. It is a great contribution to research and information on the history and activities of the Holy See.“
Die „Acta Sanctae Sedis“ erschienen von 1869 bis 1909 und waren das Vorläuferblatt der heutigen „Acta Apostolicae Sedis“. Letzteres wurde durch das Dekret Promulgandi Pontificias Constitutiones von Papst Pius X. am 29 September 1908 in den Rang eines offiziellen Amtsblattes gehoben und enthält damit die authentischen und offiziellen Texte in meist lateinischer Sprache.
Das kirchliche Gesetzbuch, der Codex Iuris Canonici (CIC), legt fest, dass allgemeine kirchliche Gesetze durch Veröffentlichung in diesem offiziellen Publikationsorgan promulgiert werden (wenn nicht in einzelnen Fällen eine andere Promulgationsweise vorgeschrieben ist); Rechtskraft erlagen diese Gesetze in der Regel erst „nach Ablauf von drei Monaten, von dem Tag an gerechnet, der auf der betreffenden Nummer der Acta Apostolicae Sedis angegeben ist“, so die Bestimmungen des c. 8 § 1 CIC.
Damit hat der Vatikan einer großen Zahl kirchlicher Mitarbeiter/-innen und Interessierten einen guten Dienst erwiesen, denn die amtlichen Texte sind jederzeit und überall zugänglich.
Es ist zu wünschen, dass sich die Diözesen diesem Vorbild anschließen und wie das Bistum Limburg ihre Amtsblätter in digitaler Form zur Verfügung stellen.









