Überflug über verlassene Ortschaften am Rande des Braunkohletagebaus „Garzweiler II“

Mit einem Quadrokopter ist der Youtube-Nutzer Willi Rohmen über zwei Ortschaften geflogen, die es in naher Zukunft nicht mehr geben wird: Immerath und Pesch bei Erkelenz in Nordrhein-Westfalen. Entstanden sind großartige Aufnahmen mit unbekannten Einblicken.

Immerath und Pesch liegen im Norden des Rheinischen Braunkohlereviers. Sie müssen den Braunkohlebaggern weichen, die sich im Tagebau Garzweiler II immer weiter Richtung Osten durch die Landschaft fressen. 22 Ortschaften werden der Preis für die Gewinnung von 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle sein. 13 Dörfer sind bereits abgebaggert.

In Pesch stehen nur noch wenige Häuser. Die einstige Durchfahrtsstraße endet an der Abbaukante des Tagebaus. Die Vorhut des Baggers sind die Motorsägen, die ringsum die Wälder roden. Zurück bleibt eine gespenstische Mondlandschaft, über der eine eigenartige Stille liegt:

Weit über die Grenzen von Immerath hinaus bekannt ist der „Immerather Dom“, keine Kathedralkirche im eigentlichen Sinn, aber ein sehenswertes Gotteshaus, das sich majestätisch über den sterbenden Ort erhebt. Die Kirche hat traurige Berühmtheit erlangt, als sie im Oktober 2013 profaniert (entweiht) – wurde. Inzwischen sind auch die Glocken aus dem Turm geholt:

Eine Sehenswürdigkeit in Immerath ist (noch) die alte Mühle aus dem 17. Jahrhundert. Ob sie im Umsiedlungsort „Immerath (neu)“ eine Heimat finden kann, ist derzeit noch ungewiss.

RSS/Twitter

Trackbacks/Pingbacks

  1. Quadrokopter, Willi Rohmen, Immerath, Pesch, Rheinisches Braunkohlerevier, Garzweiler II, durch die Landschaft fressen, 22 Ortschaften, 13 Dörfer sind bereits abgebaggert, Abbaukante des Tagebaus, Motorsägen die ringsum die Wälder roden, gespenstische - 6 Mai, 2014

    […] von Thomas Schön auf seinem Blog schoenschriften.de >> … Mit einem Quadrokopter ist der Youtube-Nutzer Willi Rohmen über zwei Ortschaften […]

Hinterlasse eine Antwort