Regional

Zwei Chefredakteure, zwei ICE-Bahnhöfe und ein Tweet


Was gab es nicht alles an (politischen) Diskussionen im Westerwald, als vor Jahren die Haltepunkte der ICE-Züge auf der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main festgelegt werden sollten (vgl. die Zusammenfassungen zu den Bahnhöfen Limburg-Süd und Montabaur auf Wikipedia).

Auch heute, nachdem die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz mit Limburg-Süd bzw. Montabaur je ihren eigenen ICE-Halt besitzen, sind die Stimmen der Kritiker noch nicht verstummt. Verständlich, könnte man meinen, denn beide Städte liegen lediglich 21 Bahnkilomenter voneinander entfernt – eigentlich zu nah für Fernverkehrs-Verhältnisse.

Christian Lindner (nein, nicht der Generalsekretär der FDP) war zur Zeit des Streckenbaus Lokalchef der Rhein-Zeitung im Westerwald. Vergangene Woche las der heutigen Chefredakteur der Rhein-Zeitung folgenden Tweet:

Roland Tichy über die ICE-Bahnhöfe Limburg-Süd und Montabaur

Roland Tichy? Nie gehört? Der wiederum ist der Chefredakteur der Wirtschaftswoche. Und von dem, was dann geschah, schreibt Lindner auf amüsante Art und Weise im RZ-Blog:

Tichy, Twitter und die Provinz

Alles in allem wieder ein schönes Beispiel dafür, wie das Web 2.0 Menschen zusammenführt (auch Kommentar Nr. 12 beachten, denn hier schreibt Tichy selbst). Auf das Ergebnis der Vereinbarung bin ich jedenfalls gespannt.


Christmette 2009 in Seck mit Domdekan Dr. Geis

Katholische Kirche St. Kilian Seck

Beginn: 22.00 Uhr, Katholische Pfarrkirche St. Kilian, Seck

Zelebrant: Domdekan Dr. Günther Geis

Gemeindereferentin Jasmin Weller

Orgel: Thomas Schön

Einstimmung:

  • Johann Sebastian Bach (1685-1750): Nun komm, der Heiden Heiland, BWV 659
  • Weihnachtsmartyrologium
  • GL 107,1.5 (Macht hoch die Tür )
  • Gebet: Der Engel des Herrn 
  • GL 805,1+3 (Maria sei gegrüßet)

 

Heilige Messe:

  • Kyrie: GL 806 (Licht, das uns erschien)
  • Gloria: GL 848,1+3 (Erde singe)
  • Zwischengesang: Anh. PR 036, 1+2 (Ihr Hirten erwacht)
  • Ruf zum Evangelium: GL 531, 2
  • Prozession zum Stall: GL 145  (Stille Nacht)
  • Predigt: Domdekan Dr. Geis
  • Credo: GL 132 (Es ist ein Ros entsprungen)
  • Gabenbereitung: GL 134,1.2.4 (Lobt Gott, ihr Christen)
  • Sanctus: GL 811,1 (Auf! Christen singt festliche Lieder)
  • Agnus Dei: GL 977,3 (Heiligste Nacht)
  • Zur Kommunion: Francesco Manfredini: Concerto Grosso, op. 3 no.12, 1. Satz (Pastorale per il Santissimo Natale),  Arr. Jan Vermulst
  • Danklied: GL 143,1-3 (Nun freut euch ihr Christen)
  • Schlusslied: GL 978 (O du fröhliche)
  • Auszug: Johann Sebastian Bach (1685-1750): Präludium G-Dur, BWV 541

Es geht voran auf der Westerwald-Querbahn

 

Westerwald-Querbahn Bahnhof Rennerod im Jahr 2004

Lange Zeit war es ruhig rund um die „IG Westerwald-Querbahn (IWQ) e. V.“. Der eingetragene Verein hat sich zum Ziel gesetzt, „dass die Strecke Westerburg - Rennerod als Infrastruktur und damit als wichtiges Zeugnis der Erschließung des Westerwaldes erhalten bleibt” – so die Aussage auf seiner Website.

Das Ziel, ÖPNV und Güterverkehr auf der Trasse neu zu beleben, hat vielerorts Kopfschütteln hervorgerufen. Unmöglich, aussichtslos, mag da manch einer gedacht haben. Aber wer die Ereignisse rund um die Brexbachtalbahn in den vergangenen Monaten verfolgt hat, weiß, dass sich persönliches Engagement und Ideenreichtum auszahlen können.

Und genau dieses Engagement vieler Helferinnen und Helfer benötigt die IG Westerwald-Querbahn derzeit. Das Jahr 2009 war – soweit es ein Außenstehender beurteilen kann – sicher kein schlechtes Jahr. Im Januar konnte die IG gegenüber der DB Netz AG ihr Interesse an der Übernahme der Strecke bekunden, im März wurde die Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1906 bei Fehl-Ritzhausen als Denkmal anerkannt, im September dann ein erstes Fahrzeug. Gegenwärtig nun wird die Strecke freigeschnitten. Der Verein ist dankbar für jede Hilfe.

Westerwald-Querbahn Brücke vor Hergenroth im Jahr 2004

Ich weiß, welche Arbeit vor den Helfern liegt. Im Jahr 2004 hatte ich eine ausführliche, etwa 650 Bilder umfassende Dokumentation des Streckenzustandes Westerburg - Rennerod erstellt. Schon damals waren besonders die Abschnitte Halbs - Hergenroth und Hergenroth - Westerburg kaum zu Fuß zu durchdringen.

Wer Zeit hat, sollte sich auf Spurensuche zwischen die beiden westerwälder Kleinstädte begeben. Während in Bad Marienberg ziemlich alle Zeugnisse des Bahnverkehrs durch den Bau der Umgehung unwiderruflich zerstört worden sind, bietet die 1981 für den Personenverkehr und 1995 für den Güterverkehr stillgelegte Strecke Westerburg - Rennerod so manche Überraschung. Beim Spaziergang über die Trasse taucht man ein in die Zeit, in der die Westerwald-Querbahn dem oberen Westerwald größeren Wohlstand und Arbeitsplätze brachte.

Es wäre schade, wenn dieses Zeugnis der Vergangenheit ungenutzt für die Zukunft bliebe.

950-Jahr-Feier der Ortsgemeinde Seck

2009-05-logo-950-jahre-seck950 Jahre wird sie alt, die Ortsgemeinde Seck. Zählt man 950 Jahre zurück, landet man im Jahr 1059. Es war der durch seinen Gang nach Canossa berühmt gewordene Heinrich IV., der Seck in einem Dokument erstmals urkundlich erwähnt.

Nur um einen Eindruck davon zu bekommen, welcher Zeitraum seitdem vergangen ist: In dieses Jahrzehnt reicht das Schisma zwischen der byzantinischen und der lateinischen Kirche zurück; die Agrarrevolution des Hochmittelalters war gerade vollzogen; es ist die Zeit, in der die Islamisierung Kleinasiens durch die türkische Besiedlung erst beginnt; der erste Kreuzzug hat noch gar nicht stattgefunden.

Ein solch hohes Alter muss natürlich ausgiebig gefeiert werden. Nach dem Chorkonzert und der gelungenen Aufführung des Theaterstückes „Maximilian der Starke“ folgen die Feierlichkeiten nun Schlag auf Schlag.

Ich möchte hier besonders auf das kirchenmusikalische Programm hinweisen:

31. Mai 2009, 16.00 Uhr (Pfingstsonntag): Orgelimpressionen

Die Ausstellung mit historischen Bildern aus Seck wird mit den „Orgelimpressionen“ der Organisten Peter und Thomas Schön an Pfingstsonntag um 16.00 Uhr eröffnet. Den visuellen werden so die akustischen Eindrücke vorangestellt. In 30 Minuten zeigt sich die Orgel in der katholischen Pfarrkirche mit all ihren unterschiedlichen Klangfarben. Das Programm:

  • Louis-James-Alfred Lefébure Wély (1817-1869): Boléro de concert, op. 166 (Peter Schön)
  • Gaston Litaize (1909-1991): Scherzo aus den Douz Pieces pour Grand Orgue (Thomas Schön)
  • Alexandre Guilmant (1837-1911): Introduction et Allegro aus der 1. Sonate in d-Moll (Thomas Schön)
  • Improvisationen über Droben stehet die Kapelle (Thomas Schön)
  • Noel Rawsthorne (geb. 1929): Hornpipe Humoresque (Peter Schön)

11. Juni 2009 (Fronleichnam)

10.00 Uhr Eucharistiefeier mit anschließender Prozession durch das historisch geschmückte Dorf. Den Gottesdienst wird Peter Schön übernehmen und folgende Orgelliteratur spielen:

  • Zum Einzug: William Mathias (1934-1992): Fanfare
  • Zur Kommunion: Léon Boëllmann (1862-1897): Prière à Notre Dame aus der Suite gothique c-Moll, op. 25
  • Zum Auszug: Dietrich Buxtehude (1647-1707): Präludium F-Dur, WV 144

14.00 Uhr Orgelführung speziell für Kinder (Thomas Schön)

14. Juni 2009

9.30 Uhr Festgottesdienst unter Mitwirkung von Kirchenchor und Orchester. Die Orgel spielt Thomas Schön. Orgelliteratur:

  • Zur Einstimmung: Johann Sebastian Bach (1685-1750): Präludium Es-Dur, BWV 552/1
  • Zur Kommunion: Johann Sebastian Bach (1685-1750): Nun dankte alle Gott, BWV 657
  • Zum Auszug: Louis Vierne (1870-1937): Finale der 1. Symphonie d-Moll für Orgel, op. 14

Eine Auflistung mit allen Terminen zur Feier „950 Jahre Seck“ findet sich auf meiner Website.

Thomas Schön 2009–2010

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