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Änderungen beim Google Reader und die Skepsis der Netzgemeinde

Category : Software, Web 2.0

Google Reader StartseiteDas RSS-Format hat das Internet erst zu einer ernstzunehmender Nachrichtenquelle gemacht. Der Meinung bin ich noch immer – trotz gegenteiliger Behauptungen. Seien es die Nachrichten der großen Medienanbieter oder die Beiträge des kleinen Bloggers – im RSS-Reader lese ich dort weiter, wo ich zuletzt aufgehört habe. Nichts geht verloren. Und im Zweifel: „Mark all as read“.

Der beste RSS-Reader ist der des Internetriesen Google. Konkurrenz ist nicht in Sicht. Im Gegensatz zu seinen lokal installierten Programmesbrüdern bietet er den unschlagbaren Vorteil der Synchronisation. In Zeiten, in denen immer mehr Geräte in Haus und Hosentasche ihre drahtlose Verbindung zum weltweiten Netz aufbauen, wird dies bekanntlich immer wichtiger. Eine auf dem Gerät installierte App als Front-End, Google-Reader als Back-End; mehr benötigt der Bewohner des digitalen Kontinents nicht. RSS ist so etwas wie das Debian unter den Linux-Distributionen: etwas spröde und bieder, dafür beständig und verlässlich. Nicht so überdreht wie Twitter.

Dann die Nachricht von Google: Der Reader werde nun „angepasst“ und in die übrigen Dienste, v. a. Google+, integriert. Aber: Still und leise wird eine der besten Funktionen deaktiviert: die Shared Items. Der Aufschrei unter denen, die im Reader ein wichtiges Eingangstor zur digitalen Welt sehen, ist groß.

Aus der Fülle der Bewertungen sei hier auf den lesenswerten Artikel von Marcel Weiß auf neunetz.com aufmerksam gemacht. Eine sehr gute Analyse der Lage, der ich auf ganzer Linie zustimme.

Die Umstellung soll noch in dieser Woche erfolgen. Hoffen wir, dass der Reader als eigenständiger Dienst erhalten bleibt. Die Konkurrenz wird die weitere Entwicklung sicherlich genau beobachten. Und versuchen, diese zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Edit 2011-10-26

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Category : Software

Poor normals, Geek and Poke

Quelle: Geekandpoke

Die Linux-Weltkarte

Category : Featured, Software

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Linux-Weltkarte

Hier die Grafik in voller Größe.

via

Reeder 2.3 mit Readability-Support

Category : iPhone, Software

Seit einigen Tagen steht die iPhone-App Reeder in der Version 2.3 im iTunes-Store bereit. Eine neu hinzugekommene Funktion macht die App zur ersten Wahl unter der Vielzahl an Programmen, die sich auf dem iPhone mit dem Google-Reader synchronisieren: der Readability-Support.

Das Problem ist bekannt: Bei gekürzten Feeds (ja, ja, wer erinnert sich nicht an Basicthinking …) muss der Leser stets die Website im Reeder-eigenen Browser aufrufen, um den gesamten Artikel lesen zu können:

Einzelartikelansicht in Reeder Anzeige im Webbrowser von Reeder

In der neuen Version von Reeder findet sich oben rechts in der Einzelartikel-Ansicht der Button mit dem Readability-Symbol, mit dem die gesamte Website zwar geladen, aber so angezeigt wird, als ob der Feed den gesamten Inhalt ausliefern würde:

Vollständiger Text in Reeder dank Readability

Was geschieht hier? Der Inhalt der aufzurufenden Website wird im Hintergrund an den Dienst Readability gesendet. Readability, für das es auch eine empfehlenswerte Firefox- und eine Chrome-Erweiterung sowie ein Bookmarklet gibt, nimmt den Haupttext der Website und blendet alle „Nebeninhalte“ wie Navigationselemente oder Werbeblöcke aus. Der extrahierte Text wird dann zurück an die Reeder-App gesendet. Auch dieser Vorgang nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch, läuft aber spürbar schneller als der herkömmliche Weg (Öffnen der gesamten Seite) ab.

Reeder ist für 2,39 € im App-Store erhältlich.

Nachtrag: Martin Weigert steht der  Integration des Dienstes auf netzwertig.com eher kritisch gegenüber („Reeder wagt den Tabubruch“), weil der Ansatz, sofern er auch bei anderen RSS-Readern Schule mache, am Ende sogar dazu führen könne, dass Websites ihre öffentliche RSS-Feeds ganz abschaffen.“ Ich stimme ihm nicht zu, denn das Hauptproblem in der ganzen Diskussion dürfte sicherlich die Frage der Werbeeinnahmen sein. Die Werbung aber (zusätzlich) im Feed auszuliefern ist ein Kinderspiel.

Katholischer liturgischer Kalender für den Google-Calendar

Category : Featured, Kirche, Software

Am 27. November steht wieder der Jahreswechsel an – zumindest katholischerseits, denn mit der 1. Vesper vom 1. Advent beginnt das Kirchenjahr 2010/2011. Die Bistümer geben dazu jährlich ihre eigenen Kalender (das sog. „Direktorium“) heraus, in dem für jeden Tag des Jahres der liturgische Charakter verzeichnet  ist.

Bislang gibt es keine Möglichkeit, diese – nach einem einfachen Muster zu errechnende – Angaben direkt in einen elektronischen Kalender einzubinden. Diese Lücke soll der von mir erstellte und betreute liturgische Kalender schließen.

Er basiert und ist erstellt in Google Calendar und gibt die katholischen liturgischen Feste und Gedenktage als ganztägige Ereignisse aus:

Katholischer Liturgischer Kalender, Direktorim

Monatsansicht des liturgischen Kalenders

Liturgischer Kalender, Direktorium

Detail der Wochenansicht des liturgischen Kalenders

Weitere Informationen und die Anleitung zum Einbinden habe ich auf meiner Website www.thschoen.de unter der Rubrik „Liturgischer Kalender/Direktorium für den Google Calendar“ bereitgestellt.

Google Street View in Deutschland gestartet – ein Blick nach Frankfurt, Sankt Georgen

Category : Regional, Software

Google hat am heutigen Morgen seinen Dienst Google Street View für 20 deutsche Städte freigeschaltet. Ein schneller Blick vor die Türen der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt.

Wer sich vor Ort auskennt, mag darüber lächeln, wie die Personen unkenntlich gemacht worden sind. Aber Hand auf’s Herz: Sind es nicht gerade die verpixelten Bildausschnitte, die uns neugierig machen?

Das Personenraten kann beginnen:

Google Street View Frankfurt, Sankt Georgen

Einfahrt

Google Street View Frankfurt, Sankt Georgen

Eingangsbereich

Google Street View Frankfurt, Sankt Georgen

Blick Richtung Sachsenhausen

Google Street View Frankfurt, Sankt Georgen

Bekannte Gesichter

Ach ja, wer in Sachsenhausen einen Fahrradfahrer in hellblauer Jacke findet, möge mich kontaktieren. Das war ich.

Lesetipp: Sinnvolle Verwendung von Kommunikationsmitteln in Unternehmen

Category : Allgemein, Software

Martin Seibert hat in einem lesenswerten Artikel Kommunikationswege in Unternehmen aufgelistet und wägt ihre Vor- und Nachteile ab. Der Artikel bringt an sich keine Neuigkeiten, kann aber dennoch helfen, die eigene Arbeit (und damit die der Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen) neu auszurichten und zu verbessern.

Das Telefon möchte er nur in Fällen höchster Priorität benutzt wissen. Auf den ersten Blick ist es zwar ungewohnt, wenn das älteste Medium (von den Meetings einmal abgesehen) nur in solchen Fällen angewendet werden soll; da die Summe aus kleinen, unbedeutenden Anrufen jedoch den Arbeitsfluss ungemein stören kann, ist dieser Ratschlag verständlich.

Mit E-Mails kann dieses Problem vermieden werden, aber auch hier gilt es, sich der richtigen Technik zu bedienen. An anderer Stelle hat Martin Seibert in einer dreiteiligen Serie auf verschiedene Formen des E-Mail-Missbrauchs hingewiesen, dem ich uneingeschränkt zustimmen möchte.

Interessant dürfte für viele Unternehmen mit „konservativer“ Kommunikationsinfrastruktur (Besprechungen, Telefon, E-Mail) die Nutzung von Instant Messaging, Blogs, Wikis oder professionellen Aufgabenmanagement-Tools sein. Das vergrößert zwar die Zahl der „Inboxes“, bietet aber die Chance einer Konzentration auf das Wesentliche im jeweiligen Kommunikationsmedium.

Ubuntu 10.04 gegen Modern Nightmares

Category : Software

Während die Entwickler am heutigen Release-Day von Ubuntu 10.04 „Lucid Lynx“ aufgrund von Bug #570765 ins Schwitzen geraten dürften, hat der unvergleichliche Oliver Widder von Geekandpoke am gestrigen Tag einen Cartoon veröffentlicht, der nahezu danach schreit, seinen Rechner (und sich selbst) ab heute nur noch mit der Ubuntu-Distribution zu beglücken.

Modern Nightmares Geek And Poke

Quelle

Den Zeigefinger möchte ich, ebenso wie Dirk, doch noch erheben und darum bitten, Ubuntu 10.04. per BitTorrent herunterzuladen, um den Mirrors in den ersten Stunden und Tagen nicht den Garaus zu machen.

Update 20:45 Uhr:

Folgende Torrents bieten sich an:

Ein Recher, ein Baby und das Reich der Träume

Category : Software

Was macht der Geek, wenn er Vater wird? Richtig, er holt den einen der alten Rechner aus dem Keller, schreibt einige Zeilen Code und kann das unruhige Kind wieder ins Reich der Träume versetzen.

Labnol.org liefert auch gleich einen möglichen Code auf Linux:

while [1 = 1]
 do
	#eject cdrom
	eject

	#pull cdrom tray back in
	eject -t
 done

TeX Live 2009 in Ubuntu 9.10 mit biblatex installieren

Category : Software, Typografie

LaTeX-User dürften an der aktuellen Ubuntu-Version 9.10 zunächst keine recht Freude haben. Denn die Installation des Textverarbeitungsprogramms TeX Live über die Paketverwaltung bringt lediglich die 2007er-Version auf die Festplatte. Dies ist umso ärgerlicher, als in Debian testing/stable bereits die 2009er-Version enthalten ist.

Da es bis zum Erscheinen von Lucid Lynx (Ubuntu 10.04) mit TeX Live 2009 noch einige Wochen dauert und einzelne Pakete in TeX Live 2007 doch schon recht alt sind, musste TeX Live 2009 her. Gleichzeitig sollte die aktuelle Version des Bibliografie-Paketes biblatex (erklärt in der TeXnischen Komödie von Dominik Wassenhoven) installiert werden. Wie also vorgehen?

Installationen an der Paketverwaltung vorbei gefährden häufig die Stabilität des Systems. Im aktuellen Fall kommt hinzu, dass TeX-bezogene Programme, die nachträglich über die Paketverwaltung installiert werden, im Zusammenhang mit TeX Live 2009 Probleme bereiten können. Dies kann aber vermieden werden, wenn eine bestimmte Installationsreihenfolge eingehalten wird.

1. Installation von TeX Live 2007

Zunächst ist TeX Live 2007 ber die Paketverwaltung zu installieren:

sudo apt-get install texlive-full

Dies bringt das volle TeX Live auf den Rechner. Aktiv genutzt wird das Programm bei unserem Projekt hier zwar nicht, es sorgt aber am Anfang für die korrekten Abhängigkeiten.

2. Installation weiterer TeX-Programme

Hier ist vor allem an die Editoren zu denken: Emacs mit Erweiterung AUCTex, Texmaker (die beste Alternative zu Emacs) oder das gedit LaTeX Plugin.

3. Installation von TeX Live 2009

Beim hier beschriebenen Weg müssen zuvor die Pakete xz-utils  und perl-tk über die Paketverwaltung installiert werden:

sudo apt-get install xz-utils perl-tk

Im Terminal werden folgende Befehle ausgeführt, die die Installationsdatei herunterladen (vorsicht, 1.4 GB!), entpacken, einbinden und schließlich die grafische Installation starten:

wget ftp://ftp.tu-chemnitz.de/pub/tex/systems/texlive/Images/texlive2009.iso.xz
xzdec -cd texlive2009.iso.xz > tl2009.iso
sudo mount -o loop tl2009.iso /mnt/
cd /mnt/
sudo ./install-tl -gui

Alternativ könnte der letzte Befehl als

sudo ./install-tl

ausgeführt werden, der die Installation ohne grafische Oberfläche starten würde.

Hat man die grafische Variante (-gui) gewählt, wird man durch die nötigen Schritte geführt:

TexLive Install Gui

Die Mehrzahl der voreingestellten Optionen kann übernommen werden. Besonderes Augenmerk ist aber zur richten auf:

  • Paketgruppen der Sprach-Pakete: Wer Platz sparen möchte, kann sich hier beschränken.
  • Symbolische Links in Systemverzeichnissen: Es ist nicht zwingend erforderlich, diese Option auf „Ja“ zu setzen, da auch im Nachhinein die Pfade manuell angepasst werden können; ein Aktivieren an diesem Punkt der Installation ist aber komfortabler.

Nun kann die Installation von TeX Live 2009 gestartet werden. Der Installationsprozess wird sowohl in einem eigenen Fenster als auch im Terminal dokumentiert:

TexLive Installation Ubuntu

4. Aktuelle Biblatex -Version installieren

Weiter geht es mit der Installation der aktuellen biblatex-Version, denn auch hier bietet die Paketverwaltung nur eine veraltete Version an. Übrigens nicht zu verwechseln mit dem von Dominik angebotenen biblatex-dw, das er für seine Bedürfnisse als Historiker angepasst hat.

Zur Installation gibt auch – wie könnte es anders sein – die readme.txt Auskunft.

1. biblatex herunterladen.

2. Archiv entpacken.

unzip biblatex.zip

Das entpackte Archiv enthält drei Ordner (bibtex, doc, latex) sowie einzelne Dateien, die im Folgenden an die richtigen Stellen in TeX Live 2009 kopiert werden müssen. Da das Ganze nicht automatisiert ablaufen kann, ist hier Konzentration gefragt.

3. Zunächst ist zu prüfen, wo TeX Live installiert worden ist. In unserem Beispiel ist das /usr/local/texlive/2009 (vgl. das erste Bild oben, „TEXDIR“). Für nachträglich installierte Programme ist der Ort TEXMFLOCAL wichtig, der unter /usr/local/texlive/texmf-local liegt (vgl. ebenso erstes Bild oben).

4. Ab jetzt werden Administratorenrechte verlangt. Die etwas unfeine aber effektive Methode, diese im Dateibrowser zu erlangen, geschieht mit

gksudo nautilus

5. Gemäß der readme.txt müssen wir unter usr/local/texlive/texmf-local/tex/latex einen Ordner „biblatex“ erstellen. In diesen Ordner hinein werden die Einzeldateien aus dem heruntergeladenen und enpackten biblatex-Ordner kopiert, also die Unterordner bbx, cbx, lbx und verschiedene Einzeldateien auf gleicher Ebene.

6. Alle Dateien aus dem heruntergeladenen Ordner bibtex/bst werden kopiert in den zu erstellenden Ordner usr/local/texlive/texmf-local/bibtex/bst/biblatex.

7. Die Dateien aus dem heruntergeladenen Ordner bibtex/bib werden kopiert in den zu erstellenden Ordner usr/local/texlive/texmf-local/bibtex/bib/biblatex.

8. Wer es ganz korrekt durchführen will, kann auch noch die Dokumentation an die richtige Stelle kopieren, siehe readme.txt.

8. Zuletzt werden die file hash tables aktualisiert:

sudo texhash

5. TeX Live 2009 aktuell halten

Über die Konsole kann mit

tlmgr

bzw. für die grafische Variante

tlmgr gui

der Tex Live-Manager gestartet werden, der die Möglichkeiten zum Update einzelner Pakete bietet. Er gibt zudem die Installationsorte an und ermöglicht das Enfernen der gesamten TeX Live 2009-Installation.

TexLive Manager Ubuntu

6. Ausblick

Die Implementierung von LaTeX im aktuellen (Februar 2010) Karmic Koala von Ubuntu lässt noch viele Wünsche offen. Fast könnte man von einer verkehrten Welt reden, wenn Windows in Installation und Update einer aktuellen LaTeX-Distribution komfortabler ist. Da aber – wie oben bereits erwähnt – Debian unstable/testing mit TeX Live 2009 daherkommt, dürfte aller Voraussicht nach Lucid Lynx eine wesentliche Verbesserung darstellen. Zugleich bietet der erstmals in der 2009er-Version vorhandene TeX Live-Manager die Möglichkeit, die lokalen Pakete akteull zu halten. Damit wäre auch das Problem von Abhängigkeiten behoben, die derzeit noch ein Austricksen der Paketverwaltung über Dummy-Pakete erforderlich machen (gut beschrieben auf der Website der Fachschaft Geoinformatik der Uni Münster).