Archive | Politik RSS feed for this section

Parlamentarische Reden von Abgeordneten per RSS-Feeds

RSS-Feeds von BundestagsabgeordnetenAuch wenn der Service schon länger existiert, so ist er doch eines Hinweises wert:

Der Internet-Auftritt des Deutschen Bundestages bietet für jeden Abgeordneten einen RSS-Feed an, der seine Reden enthält. Auf besonders einfache Art und Weise bleibt man so über die parlamentarische Arbeit etwa des eigenen Wahlkreisvertreters auf dem Laufenden. Ein guter Service für alle, die das Netz ohnehin als Ort politischer Meinungsbildung nutzen.

Die Website des Bundestages weist in der Kategorie „RSS-Dienste“ auf diesen Service leider nicht eigens hin. Abonniert werden kann der Feed auf der jeweiligen Profilseite des Politikers (rechte Spalte).

 

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Das Neusprech-Blog

Eine der letzten Ausgaben des Alternativlos-Pocasts ist Anlass, hier einmal auf das lesenswerte Blog Neusprech.org hinzuweisen.

Macher der Seite sind Martin Haase, Professor für Linguistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, und Kai Biermann, Journalist bei Zeit Online. Seit einem Jahr schreiben beide über die alltägliche Vernebelung von Tatsachen durch geschickten Gebrauch der deutschen Sprache. Der Begriff  „Neusprech“ geht dabei auf den Roman „1984“ von George Orwell zurück und bezeichnet dort die stark vereinfachte und in ihrer Bedeutung eingeschränkte Sprache, die dem Überwachungsstaat das Werkzeug an die Hand gibt, politische Ereignisse so positiv wie möglich darzustellen. Wahrscheinlich hat Orwell unter dem Einfluss des deutschen Autoren Victor Klemperer gestanden, der in seinem „LTI – Notizbuch eines Philologen“ (Lingua Tertii Imperii: Sprache des Dritten Reiches) den „Neusprech“ eben seiner Zeit aufgedeckt hatte. Manche Begriffe, die in der Zeit des Nationalsozialismus geprägt wurden, haben sich bis heute erhalten, ohne dass sie ihren Ursprung zu erkennen geben, etwa „Staatsakt“ oder „Dachorganisation“.

Zurück in die Gegenwart: Man muss nicht hinter allen Positionen stehen, die das Blog Neusprech.org bezieht, aber man sollte sein Angebot nicht abschlagen, mit ihm die eigenen Sinne zu schärfen. Alltägliche Begriffe wie „Leistungsschutzrecht“, „Studienbeiträge“ oder „depublizieren“ werden von einer anderen, nachdenkenswerten Seite beleuchtet.

Wer mehr von Martin und schönen Wörtern erfahren möchte, dem sei sein Vortrag auf dem 25c3 oder die oben erwähnte Alternativlos-Folge empfohlen.

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Hörtipp: Medienradio 024 – Die Blogger und der Bundespräsident

Am 31. Mai 2010 erklärte Bundespräsident Horst Köhler seinen Rücktritt. In einer kurzen Erklärung erläutert er die Gründe: Seine  Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr am 22. Mai seien auf heftige Kritik gestoßen. Es entstehe der Eindruck, dass er Einsätze der Bundeswehr befürworte, die vom Grundgesetz nicht gedeckt seien. Letztlich lasse die Kritik „den notwendigen Respekt für mein Amt vermissen“.

In der Netzgemeinde hat sich zwischenzeitlich bei vielen Vertretern eine bemerkenswerte Auffassung durchgesetzt: Der Rücktritt von Bundespräsident Köhler hänge ganz wesentlich mit der Rolle und der Macht des neuen Mediums Internet zusammen. Die Blogger haben Köhler gestürzt – so eine These, die im Raum steht. Nachdem nämlich Deutschlandradio Kultur am 22. Mai 2010, einem Samstagmorgen, das umstrittene Interview gesendet hatte, waren es nicht die großen traditionellen Medien und Meinungsmacher, die das Thema am Laufen hielten; es waren Blogs. Zunächst Unpolitik, dann einige Tage später Beim Wort genommen.

Wie ist die Rolle der Blogger in diesem Zusammenhang zu bewerten? Ist ihre Macht im Internet wirklich so groß, um solche Ereignisse anzustoßen? Es sind diese Fragen, die Philip Banse im Medienradio unter dem Thema „Die Blogger und der BuPrä“ mit Robin Meyer-Lucht von Carta.info und Martin Oetting von der trnd.ag diskutiert.

Download der mp3-Datei beim Medienradio.

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„Creative Commons” – erklärt vom Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages

Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages sind nach eigener Aussage Unterstützer der Abgeordneten bei ihrer politischen Arbeit in Parlament und Wahlkreis. Sie liefern Fachinformationen, Analysen und gutachterliche Stellungnahmen.

Auf meist zwei Seiten werden in aller Kürze aktuelle Fragen beantwortet und ein Überblick über die Thematik gegeben. In der Rubrik „Der Aktuelle Begriff“ wurde am 16. November 2009 die Creative-Commons-Lizenz erklärt.

Wer sich im Netz bewegt, der dürfte nach dem Lesen keine neuen Erkenntnisse haben. Dennoch eignen sich solche Texte gut, die Creative Commons bekannter zu machen. Zahlreiche Künstler veröffentlichen ihre Werke unter ihr und auch in der Blogosphäre findet sie immer mehr Anhänger.

Die Analysen und Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes werden übrigens komfortabel als RSS-Feed zur Verfügung gestellt. Es muss ja nicht gerade eine Abhandlung über Lärmschutz bei Sportanlagen, Kindertagesstätten und Spielplätzen – Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern nach der Föderalismusreform sein, die einen interessiert. Das ein oder andere lesenswerte Dokument taucht aber immer einmal dort auf.

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Warum ist es in der deutschen Blogosphere nach der Bundestagswahl 2009 so still?

Einige Tage nach der Bundestagswahl (um genau zu sein: heute, am 29. September 2009) ist es in der deutschen Blogsphere noch relativ ruhig. Orientiert an den Deutschen Blogcharts Ausgabe 38/2009 hier ein kurzer Blick auf den gegenwärtigen Stand:

Weitere Linksammlungen gibt es bei in Fefes Blog, auf Netzwertig.com und auf Hingesehen.net (dort auch einige einzelne Artikel).

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Im Vorfeld der Bundestagswahl, Teil 2: Wie funktioniert die Bundestagswahl? (BpB)

Politisches Wahlsystem für Anfänger – erklärt von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB). In drei kurzen Videos wird veranschaulicht, was Überhangmandate, die Fünf-Prozent-Hürde sowie Erst- und Zweitstimme sind.

Nichts spektakulär Neues, aber dennoch recht nett gemacht.

Die Videos sind lizensiert unter der Creative Commons-Lizenz by-nc-nd/3.0/de.

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Im Vorfeld der Bundestagswahl, Teil 1: Bundesradio

Man mag es kaum glauben, aber Tim Pritlove hat sich wieder einem neuem Projekt zugewandt und die ersten Ergebnisse sind wieder zu empfehlen. „Bundesradio“ nennt sich der neue Podcast, den Tim seit Kurzem zusammen mit Philip Banse in das Netz hinein sendet.

Das Konzept ist so einfach wie genial: Warum Politik nicht einmal aus der Nähe betrachten und den politischen Alltag in Berlin darstellen? Der schnelllebigen und oberflächlichen Berichterstattung wollen die beiden entgegenstehen, indem sie sich Zeit für Themen nehmen, über die in den Medien sonst kaum berichtet wird. Themen aber, anhand derer politisches Handeln verständlich wird. Ihre Motivation ist in der Rubrik „Hintergrund“ auf ihrem Blog nachzulesen.

Ein Experiment besonderer Art wagen die Macher am 27. September von 15.30 Uhr bis 20.30 Uhr unter dem Namen „Wahlstudio“. Mit prominenten Vertretern aus der Blogosphäre wird über das Abschneiden der Parteien und die Bedeutung für Urheberrecht, Überwachung und Netzneutralität diskutiert: Markus Beckedahl (Netzpolitik.org), Johnny Haeusler (Spreeblick.com), Niels Korte (CDU), Florian Bischof (Piratenpartei), Jakob Augstein (Verleger des FREITAG), Peter Schink (Welt.de), Franziska Heine (Initiatorin der Online-Petition gegen Netzsperren), Frank Rieger (CCC), Barbara von Schewick (Professor Stanford Law School) und weiteren interessanten Personen.

Bundesradio ist derzeit nicht mehr als eine Idee, auch wenn bereits drei Folgen produziert worden sind. Tim und Philip sind auf Sponsoren angewiesen, die ihnen ermöglichen, das Projekt in die Zukunft hinein fortzuführen.

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Hörtipp: DDR-Geschichte – Verklärung und Wahrheit (dradio Kontrovers)

Die am 11. Mai 2009 ausgestrahlte Sendung des Deutschlandradios trug den Titel „Kontrovers DDR-Geschichte – Verklärung und Wahrheit“. In wahrlich kontroversen 67 Minuten gingen die Studiogäste und Anrufer der Frage nach, wie die DDR heute wahrgenommen werden muss. Die Zusammensetzung der Diskussionsrunde mit Gästen, die alle aus den östlichen Gebieten Deutschlands kamen und kommen, mag zwar einseitig sein, gab dem Gespräch aber eine interessante Perspektive. Die Gäste waren:

Moderation: Elke Durak

Download der Datei bei dradio.de. [Quelle zwischenzeitlich entfernt]

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